Saltwater

Wenn ich an den Strand von Saltwater denke, kommen bei mir gemischte Gefühle auf. Hier hatte ich damals meine beste und schlimmste Surferfahrung. Am ersten Tag bei strahlendem Sonnenschein hatte ich den Bodyboard meines Lebens. Beim zweiten Versuch, 1-2 Tage später, dachte ich, ich ertrinke und bin mit einer dicken Beule an der Stirn aus dem Wasser gekommen. Bis heute ist das meine schlimmste Erfahrung und es liegt immerhin schon 13 Jahre zurück. Auf der anderen Seite hat es mir deutlich meine Grenzen aufgezeigt und mich als Anfänger in meine Schranken gewiesen. So gesehen war es damals auch eine gute und wichtige Erfahrung, die man wahrscheinlich irgendwann einmal gemacht haben muss, um den nötigen Respekt zu bekommen. 

Zurück zum hier und jetzt. Wir wollen trotzdem oder gerade deswegen nochmal nach Saltwater. Allerdings ist auch dieses Mal wieder alles anders. Der Wind bläst und von schönen Point Wellen ist nichts zu sehen. Wir machen ein paar Bilder und fahren zurück zum Beachbreak von Saltwater. Hier sind ein paar Leute im Wasser, ungemütlich schaut es dennoch aus. Ich passe mal wieder, aber Rainer geht rein. Er ist zu ausgehungert. Ganz geheuer ist es ihm auch nicht. Aber er wird zumindest mit einer der schönsten Begegnungen mit einem Delphin belohnt, die er bisher hatte. Ich hab’s ja nicht gesehen, daher kann ich nur wiedergeben, was mir berichtet wurde. Ein riesiger Delphin ist direkt unter seinem Brett durch die Welle hindurch getaucht. Natürlich auch ein bisschen unheimlich, weil man von so einem großen Delphin auch nicht versehentlich getroffen werden will. 

Tuncurry-Forster

Danach ziehen wir weiter nach Tuncurry-Forster. Auch hier waren wir schon. Wer sich im Vergleich zu den folgenden Bildern mal anschauen möchte, wie perfekt dieser Beachbreak laufen kann, kann sich hier die Bilder von damals anschauen. Man könnte glatt meinen es ist ein anderer Strand. 

Bevor wir an den Strand fahren, holen wir uns erst mal einen Flat White in unseren neuen Yeti Bechern und dazu noch Kaffee für unsere Kaffeemaschine im “tarrt.” Café. Dann setzen wir uns an den Fluss, wo sich gerade Delphine im Wasser vergnügen und fröhlich herumspringen. Sie bieten eine echte Show. Ich hab kein Bild davon, aber es war herrlich. Die Sonne scheint, das Wasser ist strahlend blau und die schönen eleganten Meeressäuger springen immer wieder wie auf Bestellung aus dem Wasser. 

Vorne am Strand trinken wir noch unseren Kaffee zu Ende, genießen die Aussicht und fahren dann zum „Booti Booti National Park“, wo wir noch einen Schlafplatz ergattert haben. Leider nicht so günstig wie erst gedacht. Mein gebürtiges Schwabenherz hat sich kurz über den guten Preis gefreut, bis ich festgestellt hab, dass man für die ungelogen 50m kurze Fahrt in den National Park für das Auto für zwei volle Tage eine National Park Gebühr bezahlen muss… also on top zur Campingplatz Gebühr. Somit ist man dann fast schon bei einem normalen Campingplatz Preis, aber bekommt halt nur einen sehr einfachen Stellplatz mit basic facilities. (Sorry for the denglish 😁) Und in unserem Fall, weil gerade Wochenende ist auch noch Festival Stimmung. Also man kann sich eine große Wiese mit vielen Zelten, Campervans und Caravans vorstellen mit zu wenig Toiletten und Duschen. „Rock im Park“ im National Park, sozusagen. Nicht ganz das was wir suchen, oder bevorzugen, aber ist auch nur für eine Nacht, daher schon ok. 

Boomerang Beach

Am nächsten Morgen schauen wir noch beim Boomerang Beach vorbei. Entscheiden uns dann aber aufgrund der Vorhersage die anderen Strände nicht mehr anzuschauen und direkt weiter nach Anna Bay bzw. Port Stephens zu fahren. Schade, weil ich auch an Seal Rocks gute Erinnerungen hatte. Aber es hätte keinen Sinn gemacht, wir hätten ohnehin nicht surfen können. 

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