Auf dem Weg von Dunedin zurück in den Norden halten wir in Oamaru. Rainer hat ein verrücktes Museum und / oder Art Gallery entdeckt, die wir uns anschauen wollen. Bevor ich was falsches schreibe, das hier ist die Erklärung von “Steampunk HQ” auf deren Website:

“The Steampunk future is driven by the unusual…

Steampunk is a quirky and fun genre of science fiction that features steam-powered technology.

It is often set in an alternate, futuristic version of 19th century Victorian England steam powered devices – the ‘world gone mad’ as Victorian people may have imagined it. Examples are machines like those in the writing of H. G. Wells and Jules Verne, and in television shows such as Dr. Who.” 

So richtig kann ich mir nichts darunter vorstellen, aber die Bilder auf google schauen schon mal vielversprechend verrückt aus. Zugegeben ist es nicht meine Art von Kunst, aber wir sind ja auch hier um mal Neues zu entdecken und erleben. 

Schon als wir durch die Gassen von Oamaru gehen, stellen wir fest, dass hier so einiges anders ist als in anderen neuseeländischen Kleinstädten. Die Stadt ist alternativ, künstlerisch und irgendwie ganz anderes. 

Die Ausstellung oder das interaktive Museum war auf jeden Fall ein Erlebnis. Am besten hat mir die Lichtershow gefallen, aber auch ansonsten gab es viel zu entdecken. Teilweise etwas zu düster für meinen Geschmack, aber definitiv mal was anderes. 

Kaffeelust

Danach brauchen wir dringend einen Kaffee, aber wieder einmal haben sämtliche Cafés bereits geschlossen. Wir fahren erst mal weiter und hoffen auf einen Glücksgriff unterwegs. Tatsächlich werden wir in Timaru fündig. Dort entdecken wir einen Coffee Truck mit der lustigsten Barista aller Zeiten. Sie liebt Kaffee so sehr, dass sie schon 5 Tassen intus hatte als wir an ihren Truck kamen. Sie erzählt uns, dass aktuell richtig wenig los ist, auch wegen des nicht so berauschenden Wetters. Daher ist ihr langweilig und sie vertreibt sich die Zeit mit Kaffee trinken. Trotzdem strahlt sie uns über das ganze Gesicht an. 

Ich reiche ihr unsere To Go Kaffeebecher von Yeti und sage “2 Flat White with oat milk, please”. Da lacht sie wieder und sagt: 

“I thought so, it is an oat milk cup”

Unglaublich gut gelaunte Barista

Scheinbar bestellen so ziemlich alle Kunden, die diesen Becher haben “mit Oat Milk”. Dann zeigt sie uns noch ihren Kaffeebecher und es ist haargenau der gleiche, den wir auch haben. 

Ashburton

Unsere Tagesetappe endet in Ashburton auf einem Campingplatz, der sich hervorragend als Zwischenstopp eignet. Wir hätten es auch nicht viel weiter geschafft, zu viele Kilometer im Van machen echt müde. Unsere Camp-Nachbarn stellen sich ziemlich schnell als Deutsche heraus. Sie reisen mit ihrem kleinen Sohn, der gerade das Laufen für sich entdeckt hat. Die beiden waren super nett. In Erinnerung geblieben sind sie mir allerdings, weil sie einfach mal ihre Wohnung gekündigt haben und jetzt unterwegs überlegen, wo sie zukünftig in Deutschland leben wollen. Das hat mich irgendwie beeindruckt, vor allem weil sie extrem tiefenentspannt rüberkamen. Lustigerweise schwebt ihnen München vor, weil er dort öfters beruflich war und die Stadt sehr gerne mag. Zumindest macht es den Anschein, dass die Situation sie auch überhaupt nicht stresst. Sie fliegen jetzt dann noch weiter nach Fiji und Mittelamerika und dann geht es in einem ähnlichen Zeitraum wie bei uns zurück nach Deutschland. Wenn sie nichts finden, dann nehmen sie halt erst mal ein Airbnb. Ich bin gespannt, ob wir den Dreien irgendwann in München über den Weg laufen. 

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